Zitat des Tages

Freitag, 28. März 2014

Spurlos - Ashley Elston


Spurlos - Ashley Elston
Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Verlag: Mixtvision Verlagsges.; Auflage: 1 (26. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944572068
ISBN-13: 978-3944572062


In dem Jugenthriller "Spurlos" von Ashley Elston begleitet der Leser Meg, eine junge Frau, die sich im amerikanischen Zeugenschutzprogramm befindet.

Meg weiß nicht, weshalb sie im Zeugenschutzprogramm sind, sie vermutet, dass der Vater etwas getan hat. Die Situation der Familie ist fast unerträglich, mehrfach mussten sie umziehen und sich mit neuen Identitäten vertraut machen. Während Megan immer wieder versucht, sich den Gegenbeheiten anzupassen, verfällt ihre Mutter immer mehr der Trinkerei und ihre kleine Schwester verschließt sich immer mehr. An den Vater kommt Meg nicht wirklich heran und so versucht sie, anhand ihrer Erinnerungen, ihrer Albträume und ihrer Kenntnisse, herauszufinden, weshalb sie alle im Zeugenschutzprogramm gelandet sind.

In der neuen Schule lernt sie Ethan kennen, der sich für sie interssiert, jedoch hat sie sich nach den letzten Stationen vorgenommen, keine Freunschaften mehr zu schließen, denn wenn sie erneut weg muss, dann kann sie sich nicht verabschieden und hinterlässt Tränen, Sorgen und verletzte Gefühle.

Megan hat für sich 28 Regeln aufgestellt, jeweils eine dieser Regeln bildet den Beginn eines Kapitels.

Nach und nach fügt sich ein Bild zusammen, aus dem sich ergibt, weshalb die Familie fliehen musste und wieso Megan unter diesen Albträumen leidet. Mithilfe von Ethan und Agent Thomas versucht sie, das Richtige zu tun und sich und ihrer Familie ein normales, entspanntes Leben zu verschaffen.

Die Charactere des Buches, besonders Meg, Sissy (die jüngere Schwester) Ethan und die Schulfreunde, sind gut beschrieben und man kann sich schnell mit den beiden Protagonisten Meg und Ethan anfreunden und sich in ihre Gewohnheiten und ihr Leben einfinden. Die Suche nach den wahren Gründen des Zeugenschutzes sind gut dargestellt und man fiebert mit den Protagonisten mit, ob und wie es ihnen gelingt, die Wahrheit aufzudecken.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, die Sprache ist den heutigen jugendlichen Lesern entsprechend angepasst, jedoch nicht übermäßig beladen mit den neuen YOLO Begriffen, so dass sich dieses Buch gut lesen lässt.

Die Geschichte ist stimmig, einige kleine Dinge führen jedoch zu einem Stern abzug, so zum Beispiel die doch recht mangelnden Ausführungen zu den amerikanischen Zeugenschutzprogrammen, die Tatsache, dass diese sich doch von den hiesigen unterscheiden kommt nicht so zur Geltung, auch sind einige detaillierte Darstellungen nicht ganz realtitätnah (laufende Umzüge, keine Betreuung durch US Marshall Service, um nur zwei zu nennen). Auch das recht schnelle Ende, das auf eine Fortsetzung spekulieren lässt, überzeugt nicht vollkommen, jedoch ist das Buch für Jugendliche gut geeignet, da es sowohl einen Hauch Thrill als auch einen entsprechenden Anteil Beziehung beinhaltet.

Insgesamt vier von fünf Sternen.

Bildquelle: www.amazon.de

Dienstag, 25. März 2014

TAQWACORE - Michael Muhammad Knight


TAQWACORE - Michael Muhammad Knight
Rogner & Bernhard; Auflage: 1. (16. März 2012)

Zum Inhalt:

In einer muslimischen Punk-WG in Buffalo, New York, ist die Hölle los. Im Wohnzimmer, in dem tagsüber gebetet und nachts wild gefeiert wird, zeigt ein Loch in der Wand die Richtung Mekkas an. Fasiq raucht bei der Koranlektüre Joints, Jehangir betrinkt sich nach dem Fastengebet, Rabeya legt ihre Burka auch beim Sex nicht ab und leitet die Gebete als weiblicher Imam.

Sind sie alle vom rechten Weg abgekommen? Oder gibt es ihren Islam tatsächlich, in dem Partys und Ramadan, Gleichberechtigung und Gebet, Koran und Punk keine Widersprüche sind?

Taqwacore - ein Kunstwort aus Taqwa (arabisch: Frömmigkeit) und Hardcore - wurde zunächst nur als Fotokopie verbreitet und errang in den USA Underground-Kultstatus.

In seinem Buch "TAQWACORE" entführt Michael Muhammad Knight den Leser in eine andere Welt, eine Welt, die man so nicht sehen kann und doch erfährt man viele interessante Dinge über den Islam und seine Ausübung.

Aus der Sicht von Yusuf wird der Leser in die Welt einer islamischen WG entführt, die so anders, so unorthodox und so interessant ist. Yusuf studiert Maschinenbau, ist Moslem aus Tradition und sucht eigentlich seine eigene Welt und seine eigene Anschauung. Und dies alles und noch viel mehr findet er in der WG, in der sich die unterschiedlichsten Muslime finden. Von Hardcore bis verhüllte Frau, vom Trinker, Kiffer und Schriftgelehrten findet sich in dieser WG alles, was man nicht erwartet. Die Traditionen werden erhalten, wenn auch meist recht unorthodox und auch außergewöhnlich,

Und genau das macht dieses Buch zu etwas Anderem, Besonderem.

Durch die unterschiedlichen Charactere, die auf unterschiedliche Art und Weise für sich bestimmen wollen, was der Islam für sie bedeutet, wie sie ihn am besten leben können und wie er sich mit der aktuellen Lage der Welt und der einzelnen Protagonisten vereinbaren lässt, ohne dass die seit Jahrhunderten bestehenden Grundregeln nicht verletzt oder überschritten werden, erhält der Leser einen Einblick in die Religion. Gestützt von Zitaten aus dem Koran, belegt mit Gebeten, Erklärungen zu Handlungen oder Verhaltensweisen, zeigt das Buch den Umgang mit einer Religion.

Sprachlich ist das Buch ebenfalls überzeugend, der Schreibstil ist der Situtation angepasst, manchmal derb und laut, manchmal nachdenklich, aber immer eindringlich . Ergänzt wird das ganze durch den Anhang, in dem der Leser die einzelnen Begriffe und Zitate, soweit sie nicht bereits im Roman erläutert sind, nachlesen kann. Auch dass es die Taqwarcore - Bewegung tatsächlich gibt, untermauert die Eindringlichkeit des Buches noch.

So kontrovers wie alle Protagonisten in diesem Buch sind, so überzeugend gelingt es dem Autor doch, darzustellen, dass jeder der Protagonisten sich, auf seine eigene Art und Weise, mit der Frage beschäftigt, wie er trotz des anderen Lebensstils mit der gewählten Religion würdevoll umgeht, ohne die festgeschriebenen, jahrhundertalten Regeln zu verletzen.

Der Roman ist witzig, nachdenklich, eindringlich, satirisch und chaotisch, aber auch ein Leseerlebnis, dass die Sicht auf die Anwendung und das Leben mit einer Religion ändert und nachdenklich stimmt. Trotz einiger langezogener Szenen, ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Bildquelle: www.amazon.de

In ihrem Buch "Die Macht der Liebe" stellt uns die Autorin Barbara L. Fredrickson in zwei Teilen ihre Version von Liebe in Theorie und Praxis dar.

Im ersten Teil des Buches wird die Theroie erläutert, diese Erläuterung beinhaltet auch die biologischen und chemischen Vorgänge, im zweiten Teil wird dem Leser der praktische Teil näher gebracht.

In teilweise belegten und mit Fußnoten versehenen Ausführungen versucht die Autorin den Lesern im ersten Teil darzulegen, wie genau aus wissenschaftlicher Sicht die Liebe funktioniert. Biochemische Vorgänge, Neuronen, die auf bestimmte Reize reagieren, Mikroelemente.

Hierbei macht es nach den Ausführungen der Autorin keinen Unterschied, ob es sich bei dem Menschen, der Liebe empfängt und versendet, um einen Menschen aus der Familie oder dem näheren Kreis handelt oder um einen Arbeitskollegen oder gar einen ganz Unbekannten, das System der Liebe funktioniert immer gleich. Dies basiert auf einem von ihr und ihren MItarbeitern durchgeführten Experiment, dass jedoch nach genauerem Hinsehen und auch vergleichen mit den angegebenen Quellen, nicht so eindeutig erscheint, wie im Buch dargestellt.

Auch der Ausschluss bzw die fehlenden Belege und Nachweise bei einigen dargestellten Theorien erscheinen durchaus nicht optimal und machen das Buch nicht glaubwürdiger.

Im praktischen Teil des Buches werden zwar Wege aufgezeigt, mit denen man sicherlich in der Lage sein wird, Liebe besser und auch intensiver wahrzunehmen, hier wird auf Yoga und Meditation verwiesen, was sicher hilfreich sein kann, wenn man sich diesen Wegen öffnet.

Insgesamt hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können. Der theoretische Teil ist sicher interessant, jedoch erfordert er auch eine Menge Konzentration und Vorwissen oder eben eine Menge nachschlagen, um überhaupt in die Intention der Autorin hinein zu kommen. Auch überzeigt mich ihr Ansatz, Liebe in der heutigen Zeit wissenschaftlich zu erklären nicht wirklich, einige Dinge machen einen Sinn, andere fühlen sich erzwungen an, so dass ich nur teilweise positive Erfahrungen aus dem Buch mitnehmen kann.

Daher insgesamt drei Sterne, für mehr Sterne hätte ich eine objektivere Betrachtung des Ganzen erwartet.

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Das Versprechen eines SEALs - Melanie Jezyschek (eBook)


Das Versprechen eines Seals - Melanie Jezschek
bookshouse Verlag 28 Seiten
Romantic Suspense - Kurzgeschichte
erschienen Juli 2013

In der Kurzgeschichte Das Versprechen eines SEALs lernt der Leser Kate, eine junge Deutsche und Dean, der als Soldat in Deutschland stationiert ist, kennen. Kate liebt Dean und teilt ihm dies am Abend vor seiner Rückkehr mit, erhält jedoch nicht die erhoffte Antwort von ihm. Nach neun Jahren kommt es unerwartet zu einem Wiedersehen, als Die Seal- Einheit von Dean soll Kate, die mittlerweile für die Deutsche Botschaft arbeitet, aus den Händen von Entführern befreien.
Kann Dean diese Aufgabe übernehmen und bedeutet ihm Kate so viel wie er ihr ?

In der Kurzgeschichte erwarten den Leser zwei Protagonisten, die symphatisch sind und für ihre Liebe in einer kleinen, gut lesbaren Geschichte kämpfen müssen. Die Verbindung zwischen einer Deutschen und einem amerikanischen Soldaten ist gut dargestellt, man erhält einen (oberflächlichen) Blick auf die Tätigkeit eines Seals. Die Geschichte ist in sich stimmig und führt, wie bei Romantic Suspense erwartet, zu einem positiven Ende.

Die Kurzgeschichte eignet sich zum Aufbau einer Serie oder eines Buches, denn für sich betrachtet stellt es ein Prequel dar, mit einem offenen Ende und einem zu erwartenden Ereignis , so dass man doch hoffen kann, dass es eine ausführliche Geschichte rund um die beiden Protagonisten geben könnte.

Kleine Lektüre für zwischendurch, schnell gelesen. Für eine Kurzgeschichte, die in sich schlüssig ist, insgesamt 4 von 5 Sternen, ein Stern abgezogen, da sicherlich noch die ein oder andere Begebenheit detaillierter beschrieben hätte werden können.

Bildquelle :wwww.bookshouse.de

Dienstag, 18. März 2014

"Der Geschmack der Sehnsucht" - Kim Thúy



Kim Thúy - Der Geschmack der Sehnsucht
Roman , 143 Seiten
Verlag Antje Kunstmann
ISBN 978-3-88897-928-6

In ihrem Roman "Der Geschmack der Sehnsucht" überzeugt Kim Thúy mit sprachlich wunderbaren Wendungen, einer Feinheit, die sich durch das gesamte Buch zieht und den Leser mitnimmt auf eine Reise in das Hier und Jetzt in Montreal sowie auf eine Reise nach Vietnam sowohl vor als auch nach dem Krieg.

Der Leser erlebt die Geschichte der jungen Frau Man, die als nichteheliches Kind geboren wurde und weil sie unerwünscht war, weggelegt wurde, von einer anderen Frau gefunden und dann doch an eine dritte Frau weitergegeben, um ihr eine gute Erziehung zu gewähren und sie sicher zu wissen. Die dritte Mutter kümmert sich um sie und beschützt sie. Sie sorgt dafür, dass Man mit einem wesentlich älteren Mann nach Montreal ziehen kann, den sie heiratet, keine Liebesheirat, eher eine Zweckehe, um ihr die Flucht aus dem geteilten und nunmehr kommunistischen Vietnam zu ermöglichen, denn dort wird sie nie sicher sein können. Man investiert all ihre Zeit in das Restaurant des Mannes und entwickelt dort erste Gerichte, die sie an ihre Heimat erinnern. Der Zuspruch der Vietnamesen führt soweit, dass eine Freundin ein Kochatelier einrichtet und sie dort immer weitere schöne und interessante Gerichte kreiert.

Bei einer Reise nach Paris lernt sie Luc kennen. Er ist wie sie vom Kochen begeistert, mehr noch, er ist von ihr begeistert. Es entwickelt sich eine zarte und behutsame Beziehung, die jedoch im Verborgenen blühen muss, denn beide sind verheiratet und haben Kinder. Doch Luc will sich trennen, jedoch geschieht dies nicht, denn seine Frau lässt ihn nicht gehen. Was Man bleibt, ist der Geschmack der Sehnsucht.



Mit beeindruckenden Bildern schildert die Autorin auf knappen 143 Seiten einen Ausschnitt aus dem Leben einer Exil Vietnamesin, die nach vielen Entbehrungen und Zwängen endlich das Gefühl der Liebe kennenlernen darf und doch mit der Sehnsucht zurückbleibt. Sie beschreibt sanft und sehr poetisch die Sehnsucht nach Heimat, Vergangenheit, Familie und Traditionen, die dem Leser ein besonderes Bild einer Kultur vermitteln, die man hier in dem Maße nicht sehen kann und wird, wenn man nicht im Kontakt mit einer vietnamesischen Familie ist. Auch kann man leise Töne der Kritik herauslesen, diese beziehen sich auf die Rolle und die Tradition der Frau in der vietnamesischen Gesellschaft.



Ein kleines, eindringliches Buch, das einem die Seele und das Verhalten näherbringt, sicherlich nicht außergewöhnlich, jedoch eindringlich und daher beim Lesen auch schnell verschlungen. Sehr schön sind die am Rand der Seiten in blauer Schrift dargestellten vietnamesischen Begriffe und ihre übersetzte Bedeutung, die einen weiteren Einblick gewähren. Leicht zu lesen und doch einprägsam, erhält dieser Roman von mir vier von fünf Sternen

Freitag, 14. März 2014

Der Teufel von New York - Lyndsay Faye


Mit dem historischen Roman "Der Teufel von New York" gelingt es der Autorin Lyndsay Faye, historische Daten und Fakten aus der Zeit New Yorks zum Ende des 19. Jahrhunderts mit einer fikticen Geschichte zu verbinden und den Leser in den Bann zu ziehen.



Als Grundlage des Romanes dienen zum Einen die Bildung der New Yorker Polizei im Jahre 1845 und zum anderen die Geschichte des jungen Timothy Wilde und seines Bruders Valentine. Die beiden leben in New York und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Valentine nach dem Tod der Eltern bei einem Brand immer mithilfe der Gewerkschaft einen guten Arbeitsplatz bei der Feuerwehr gefunden hat, arbeitet sein jüngerer Bruder Timothy in einer Bar und erwirbt sich dort Menschenkenntnisse. Doch bei einem großen Brand, bei dem Tim Verletzungen im Gesciht davon trägt, verliert er nicht nur sein Heim erneut, sondern auch sein angespartes Geld und scheinbar die Möglichkeit, die von ihm angebetete Mercy Underhill jemals heiraten zu können. Sein Bruder bringt ihn daraufhin aufgrund seiner Beziehungen innerhalb der Gewerkschaft bei der neu gebildeten Polizei unter. Gerade als Tim meint, er kann diesen Beruf nicht weiter ausüben, läuft ihm nachts ein kleines Mädchen mit einem blutüberstömten Nachthemd in die Arme und es beginnt eine Geschichte, die sowohl Tim als auch seinen Bruder und die Freunde und Feinde in einem neuen Licht erscheinen lassen.



Der Fund eines Massengrabes mit lauter Kindern, die einzelnen Verbrechen, ein an das Kirchenportal genageltes Kind und der pöbelnde Mob stellen Tim vor Aufgaben, denen er sich zu Beginn nicht gewachsen fühlt, jedoch nach und nach in seiner ihm von Matsell, dem Leiter des NYPD übertragenen Aufgabe immer mehr aufgeht und letztendlich die Lösungen mithilfe seines Bruders und eines weiteren Polizisten finden kann. Die Lösungen, die aufgezeigt werden, sind logisch, jedoch in dem Maß nicht erwartet und bringen das Buch zu einem gelungenen Abschluss.



In einem sehr gut lesbaren Schreibstil schildert Lyndsay Faye die Geschichte um Tim und das Mädchen Bird, hierbei wird deutlich in welcher Situation sich die Stadt New York zum damaligen Zeitpunkt befand. Unmengen an Einwanderern strömen über den Hafen nach New York, arm, ausgehungert und bereit jeden Job anzunehmen. Gleichzeitig jedoch ergeben sich neben den üblichen Konflikten zwischen den einzelnen Emigranten auch Konflikte im Bereich der Religion, denn die Iren bringen den Katholizismus nach New York und das ist nicht gerne gesehen. Die neu gebildete Polizei löst die bisherigen Wachen ab und die Partei ist dabei, sich die Stabilität der Stadt durch Wahlbetrug und Kauf von Stimmen zu sichern. Die Situation der Stadt, die Slums, die ethnische Aufteilung, die Prostitution (auch von Kindern), Drogenmissbrauch, Eitelkeiten, Selbstsucht, Habgier und Verzweiflung finden sich in der Geschichte wieder.



Aufgrund der sehr guten historischen Recherche, die das Gerüst des Romanes bildet, gelingt es der Autorin eine Geschichte zu entwickeln, die stimmig und nachvollziehbar ist. Nach und nach taucht der Leser in die Zeit ein und begibt sich mit dem Protagonisten Tim auf die Suche, nach Tätern, nach Opfern, nach Lösungen. Einmal begonnen, kann man das Buch in einem Rutsch durchlesen, denn wenn man sich in die Geschihte eingelesen hat, mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man erfährt, wer für die schrecklichen Taten verantwortlich ist.



Das Cover ist sehr passend zum Inhalt des Buches gewählt, eine Straße im alten New York, das Mädchen im blutdurchtränkten Nachthemd, der blutige Rand.



Insgesamt ein wirklich gelungener historischer Roman, der zwar einige kleine Hänger hat, die jedoch nicht wesentlich ins Gewicht fallen.
Sehr empfehlenswert , 5 Sterne

Donnerstag, 13. März 2014

Memento - P-J. Tracy


In Memento der deutschen Ausgabe des Buches Snow Blind erleben wir erneut die Detectives Magozzi und Rolseth in Zusammenarbeit mit der Monkeewrench Crew.

Endlich hat es in Minneapolis geschneit und der vom MPD veranstaltet Schneemanwettbewerb beginnt. Während auch Rolseth und Magozzi sich an den Bau eines Schneemannes machen, wird die winterliche Ruhe durch die erschreckenden Schreie eines Kindes gestört. Unter einem in der Mittagssonne auftauenden Schneemann findet sich eine Leiche. Noch während diese von den beiden Detectives begutachtet wird und vom kriminaltechnischen Team geborgen wird, findet sich am anderen Ende des Parks eine weitere Leiche, ebenfalls als Schneemann getarnt. Rolseth und Magozzi erfahren, dass es sich bei den beiden Toten um Polizisten handelt und beginnen mit ihrer Ermittlungsarbeit.

Kurz danach findet sich im Bezirk Dundas eine weitere Leiche, die eines Bewährungshelfers und Freundes des Detectives Tinker. Um zu klären, ob es sich um einen Serientäter handelt, fahren Rolseth und Magozzi nach Dundas, um dort den neu gewählten Sheriff, eine junge unerfahrene Frau, zu befragen und zu unterstützen. Zuerst scheint es, dass die Morde nicht miteinander in Verbindung stehen, dann jedoch, als die beiden Detectives sich bereits wieder auf der Fahrt nach Minneapolis befinden, erfahren sie, dass der mutmaßliche Mörder des Bewährungshelfers auf dem Weg nach BItterroot ist, im Bezirk Dundas, um seine ehemalige Frau zu finden, die dort lebt

Also kehren sie um und kommen gerade rechtzeitig an, um mitzuerleben, wie die Polizei dort gerade versucht, den Mörder zu stellen. Auch erkennen sie, dass es sich bei Bitterroot nicht nur um eine Internet - Firma handelt, sondern um eine Stadt, in der 400 misshandelte Frauen leben. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden von Monkreewrench installiert und von dort kommt dann auch ein Hinweis auf die Morde an den beiden Polizisten.

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In dem Roman gelingt es dem Autorinnen Duo erneut, den sensiblen Bereich Misshandlung in der Familie in den Thriller einzuarbeiten, ohne dass dies platt erscheint oder an den Haaren herbei gezogen. Die Geschichte zeigt auf, dass die Ermittler sich zwar immer an die Richtlinien halten und versuchen, ihre Ermittlungen zum Erfolg zu führen, jedoch wird auch gezeigt, in welchem Gewissenskonflikt sie sich in der ein oder anderen Situation befinden. Der Originaltitel Snowblind = Schneeblind, gibt das Thema und die sich im Thriller ergebenden Zusammenhänge sehr gut wieder, leider wird dies jedoch nicht im deutschen Titel aufgenommen.

Insgesamt jedoch durchaus ein gelungener Roman in bewährter Schreibweise des Autorinnen Duos und daher auch 5 Sterne

Bildquelle: www.amazon.de / www.Lovelybooks.de

Charlies Schokoladenfabrik - Roald Dahl


Ein Roman des Erfolgsautors Roald Dahl, der mit Johnny Depp verfilmt wurde.

Zum Inhalt: Willy Wonka ist ein exentrischer Schokoladenfabrikant, der einen weltweiten Wettbewerb veranstaltet. Der Gewinn für 5 Personen ist eine einmalige Besichtigung der Schokoladenfabrik. Natürlich sind die 5 Tickets heiß begehrt. Charlie, der mit seiner Familie im Schatten der ungewöhnlichen Fabrik wohnt, gehört zu den fünf glücklichen Gewinnern, die sich die Fabrik anschauen dürfen. Er taucht ein in die besondere, geheimnisvolle und fantasievolle Welt von Willy Wonka und seiner Fabrik und erlebt dort einige Abenteuer. Und dabei wird immer deutlicher, was wirklich zählt, es ist in keinem Fall die Schokolade......

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Das Buch ist gut zu lesen, insbesondere da es mit kleinen, karikaturhaften Zeichnungen aufgelockert ist und vermittelt dem Leser / der Leserin eine Blick auf die im Leben tatsächlich wichtigen Werte und Bedeutungen. Diese liegen nicht etwa im Genuß von Schokolade und Egoismus, sondern vielmehr in den Bereichen Familie, Glück, Liebe, Güte und auch Großzügigkeit. Mit diesem Roman gelingt es Roald Dahl, auch ein gutes und verständlich geschriebenes Kinderbuch in Umlauf zu bringen.

Das Cover ist ein wenig geheimnisvoll und mit einem kleinen Streifen aus dem Film gut gestaltet und spiegelt das Thema gut wieder.

Eine empfehlenswerte Geschichte, insgesamt daher 5 Sterne.

Bildquelle : Lovelybooks.de

Hemmersmoor - Stefan Kiesbye

Im Roman Hemmersmoor erfährt der Leser die Geschichte von vier ehemaligen Freunden, jeweils aus der Perspektive der jeweiligen Protagonisten erzählt.

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Linde, Markus, Alex und Christian treffen sich nach Jahren wieder, Anlass ist die Beerdigung von Anke, einer ehemaligen Freundin. In diesem Zusammenhang erfährt der Leser Geschichten aus der Jugend in Hemmersmoor.

Die Geschichte beginnt schon mti einem Paukenschlag, der Leser wird Zeuge, wie eine ganze Familie von den Dorfbewohnern ermordet wird und das Haus niedergebrannt wird, weil vermutet wird, dass im Eintopf, der zum jährlichen Fest eingereicht wurde, Menschenfleisch verarbeitet war.

Und dann geht es Schlag auf Schlag:

Ein Junge, der seine Schwester im Schlaf ermordet, um auf dem Jahrmarkt die Reise in die Hölle ansehen zu können. Derselbe Junge ermordet später seinen Vater, indem er ihn mittels eines Fluches zum Trinker macht, Anlaß ist das Verhältnis des Vaters zu seiner älteren Schwester, aus der ein Kind hervorgeht.

Die Freunde, die den kleinen Bruder einer Freundin anstiften, in einem Eisloch nach einer hineingeworfenen Axt zu tauchen, ihn dann jedoch dort lassen, als er nicht mehr auftaucht.

Eine alleinerziehende Mutter, allen Frauen im Dorf ein Dorn im Auge, erhält plötzlich die Nachricht, dass ihr eine Pension zusteht, da sie nun Witwe ist. Bedrängt von den Frauen macht sie sich auf den Weg aus Hemmersmoor weg und wird später im Moor erfroren aufgefunden.

Inzest, Trinker, prügelnde Eltern, Geheimnisse und Ereignisse, die eine düstere Gemeinschaft im Dorf aufzeigen, werden vom Autor gnadenlos aufgezeichnet. Eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, jedoch mit allen Haken und Ösen wird hier schaurig dunkel dargestellt.
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Mit dem Roman führt der Autor den Leser in finstere Gefilde, in die dunklen Seelen und Abgründe der Protagonisten und der Dorfbewohner im Allgemeinen.
Was als Spielereien gedacht war, endet in Katastrophen und der Leser erfährt jedes auch nur erdenkliche Geheimnis des Dorfes Hemmersmoor in allen Einzelheiten.

Ein dunkler, schauriger und schonungsloser Roman, der nichts für schwache Nerven ist, denn allzuoft werden die ganz dunklen Seiten der Dorfbewohner aufgezeigt.

Das Cover ist passend zum Thema des Romans gewählt und daher erhält das Buch insgesamt 5 Sterne.

Mittwoch, 12. März 2014

Hexenerbe - Nancy Holder/ Debbie Viguié



Im dritten Band der Serie reist der Coven von Holly sowie die Mutter von Jer nach London, in die Stadt, die den Hauptsitz der schwarzen Hexer beherbergt.
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Um die Familie von Jer und den obersten Hexer des schwarzen Zirkels nicht auf sich aufmerksam zu machen, versuchen Holly und ihr Coven, sich mittels eines Zaubers unsichtbar zu machen und Hilfe in der Stadt zu finden. Mithilfe des Mutterzirkels kommen sie zu einer Adresse, in der sich ein Druide ihrer annimmt, nachdem kurz zuvor ein magischer Angriff auf den Coven stattfand. Jedoch erkennen die Mitglieder recht bald, dass sie hier nicht bleiben können, denn die Bussarde der Familie Deveraux sind weiter auf der Suche nach ihnen. Während eines weiteren Angriffes an einem Tor zum Hauptsitz des obersten Zirkels treffen Holly und ihr Coven auf den spanischen Zirkel und werden von diesem unterstützt.
Danach jedoch machen sie sich auf den Weg zu einer weiteren sicheren Unterkunft und überlegen, wie sie weiter vorgehen sollen.
Zeitgleich wird Nicole, die im Hauptsitz des obersten Zirkels festgehalten wird, mit James verheiratet, ohne etwas dagegen tun zu können. James und Eli holen außerdem noch Jer aus der Zwischenwelt, da sie weiterhin beabsichtigen, das schwarze Feuer zu beschwören und damit den Vater von James zu stürzen.

Durch eine Vision sieht Holly, dass Jer und Nicole festgehalten werden und mit Hilfe des spanischen Zirkels befreien sie Jer und Nicole. Sie schließen ihre Zirkel zusammen und kehren nach Seattle zurück, dass von Michael Deveraux schwer belagert wird und mit magischer Kraft immer weiter zerstört wird. Jer versteckt sich vor Holly, denn durch das magische Feuer ist er entstellt.
In Seattle angekommen, macht sich Holly Sorgen um ihren Onkel, den Vater von Amanda und Nicole und macht sich zusammen mit Silvana, der Nichte der Voodoo Magierin, auf den Weg, um ihn und die beiden Beschützer zu sich zu holen. Gleichzeitig holt sie auch noch Barbara , die Mutter ihrer verstorbenen Freundin ab, die seit fast einem Jahr im Koma liegt.
Nach ihrer Rückkehr findet Kari, die in Jer verliebt ist und Holly hasst, weil er sich mit ihr zusammen getan hat, heraus, dass Barbara gerettet werden kann, wenn ihre Seele aus der Traumwelt zurückgeholt wird. Jer und Holly erklären sich bereit, in die Traumwelt nach Australien zu reisen und Barbara zu retten.
Die Seele Barbaras kann befreit werden, jedoch treffen Holly und Jer auf Michael, James und Eli, die hier das schwarze Feuer erneut beschwören und damit die beiden Liebenden trennt. Holly gelingt es, aus der Traumwelt zurückzukehren, jedoch ist sie einer Art Wahnsinn anheim gefallen und wie es scheint, hat sie sich von der weißen Magie abgewandt und sich endgültig der schwarzen Magie ergeben.

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Im dritten Band geschehen viele Dinge fast zeitgleich, es werden erneut weitere magische Bereiche mit einbezogen, jedoch wird nie genau geklärt, wie diese mit der weißen Magie oder mit der von Michael praktizierten schwarzen Magie in Einklang stehen oder nicht, lediglich die Anwendung wird dargestellt. Es scheint, dass Holly sich inzwischen von ihrem Coven abgewendet hat und Michael nun sein Ziel erreicht hat. Jer ist erneut gefangen, Holly hat sich abgewendet und ein Teil ihres Covens ist ihrem Egoismus anheim gefallen und gestorben.


Es bleibt abzuwarten, ob im Band vier diese Geschichte nun ihren Abschluss findet, denn eine weitere Aufsplittung schadet meiner Auffassung nach dem Lesefluss und führt dazu, das es immer wieder zu weiteren Wiederholungen kommt.

Da sich auch in Band 3 keine weiteren gravierenden Entwicklungen und Ereignisse erkennen lassen, nur drei Sterne. Die Empfehlung als Jugendbuch ist soweit ok, wirkliche gute Fantasy kann ich jedoch hier leider nicht erkennen.

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Hexentochter - Witch - Nancy Holder/ Debbie Viguié



Im zweiten Band der Geschichte um Holly und Jer treffen wir Holly wieder, nachdem die Familie Devereaux das schwarze Feuer beschworen hat, in dem Jer vermeindlich aufgrund der Schuld von Holly ums Leben gekommen ist. Hier wiederholt sich die Geschichte der Isabeau und des Jean, der Vorfahren der beiden, denn auch Jean ist durch das Verschulden von Isabeau in Gefahr geraten und wandelt nun zwischen den Welten, um Rache zu nehmen.

Amanda und Holly sind nach den erschreckenden Ereignissen in Seattle geblieben, Nicole, die Schwester Amandas und Cousine Hollys, ist verschwunden und keiner weiß, wohin. Amanda und Holly bleiben zusammen mit ihrem neu gegründeten Coven im Haus des Onkels, erwartet neue Angriffe von Michael, dem Vater von Jer und versucht sich darauf vorzubereiten.
Derweil zieht Nicole durch Europa, in der Hoffnung, ihrer magischen Bestimmung und ihrem Schicksal als weiße Hexe zu entgehen. Doch auch dort ist sie gegen Angriffe der dunklen Mächte nicht geschützt, daher ist sie auch hier immer auf der Flucht. In einer besonders schweren Nacht, in der sie von mächtigen dunklen Wesen angegriffen wird, stehen ihr spanische Hexer bei, die sich der weißen Magie verschrieben haben. Nicole schließt sich ihnen an und gemeinsam versuchen sie, sich gegen das Böse zu wehren und sich zu verstecken.
Währenddessen versucht Michael erneut, den Coven von Holly anzugreifen und der Mutterzirkel schaltet sich ein, um den Coven von Holly, die für die mächtigste Hexe seit langem gehalten wird, zu unterstüzten. Doch der Mutterzirkel erweist sich als zu schwach und HIlfe im Sinne von Unterstützung ist nicht zu erwarten. Im Hauptquartier des Zirkels wendet sich Holly teilweise vom Mutterzirkel ab und verspricht, Nicole zu retten, obwohl ihr oberstes Ziel ist, Jer der in einer Zwischenwelt lebt, zu sich zurückzuholen. Beim Mutterzirkel schließt sich ihnen die Mutter von Jer und Eli Deveraux an, um ihnen Besitand zu leisten. Der Zirkel macht sich auf nach London, um dort den Obersten Zirkel zu bekämpfen.
Dort befindet sich zwischenzeitlich auch Nicole, denn nach einem Angriff auf den kleinen spanischen Zirkel haben Eli Deveraux und James, Sohn des obersten Anführers des Zirkels, diese entführt .

Im zweiten Band wird der Leser weiter in die Vergangenheit und in die Erlebnisse um Jean und Isabeau eingeführt, gleichzeitig erlebt er die Veränderung von Holly und ihre teilweise Abwendung von dem Mutterzirkel. Sie opfert Freunde, um zu vermeiden, dass noch mehr Menschen leiden müssen, jedoch geht damit einher, dass sie einen Teil ihrer unschuldigen Seele hergeben muss. Sie wird härter und ungerechter und erkennt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Auch der Zusammenschluss mit dem verbleibenden Rest des Covens von Jer ist nicht das, was sie wollte, jedoch erscheint es ihr hilfreich. Die Beschreibung der Geschehnisse ist meist recht wage, lediglich die meisten der Dämonen oder Helfer der weißen Magie werden etwas detaillierter beschrieben, ebenso wie einige der ausgeübten Rituale.
Etwas anstrengend empfinde ich jedoch die weiteren Rückblicke auf die Geschehnisse von Jean und Isabeau, denn hier kommt es doch immer wieder zu Wiederholungen, die das Buch nur in die Länge ziehen. Weiterhin ist der Fantasyanteil immer noch grenzwertig, einige Ansätze sind gelungen, daher auch hier nur 3 Sterne

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Hexenkuss - Witch - Nancy Holder / Debbie Vigué



In der Reihe von Nancy Holder und Debbie Vigué lernen wir zwei verfeindete Familien kennen, die sich schon seit Jahrhunderten mit Magie beschäftigen und zu den mächtigsten Hexern und Hexen gehören. Dies führte unter anderem zu einer Feindschaft, die bis in die heutige Zeit reicht

Im ersten Band lernen wir die Protagonisten der Reihe kennen. Holly, die während eines Rafting-Abenteuers in ein schweres Gewitter ihre Eltern und ihre beste Freundin verliert, Jeraud, der als ältester Sohn des mächtigen Hexerclans Deveraux mit der Anwendung von schwarzer Magie beschäftigt ist. Im Gegensatz zu Jeraud ist Holly mit der Anwendung von Magie nicht vertraut, da ihr nicht bekannt ist, dass sie einem mächtigen Zirkel angehört, der die weiße Magie anwendet.
Im Laufe des ersten Bandes erfährt der Leser, wie es zu der Feindschaft zwischen den Familien Deveraux und Cahors gekommen ist. Durch einzelne Rückblenden in die Vergangenheit sowie die Erzählung der Geschichte von Holly und ihrer ersten Berührung mit Magie, erfährt der Leser mehr über den HIntergrund und auch mehr über die einzelnen beteiligten Personen. Im Laufe der Geschichte ereignen sich verschiedene magische Ereignisse, die Holly immer näher an ihre wahre Bestimmung heranführen und Jer, der mit den Gegebenheiten in seiner Familie nicht zufrieden ist, sich immer mehr an Holly bindet.
Mit Hilfe zweier schamanischer Freunde und ihren Cousinen sowie einer Freundin, die sich im Bereich Vodoo auskennt, erlangt Holly am Ende des ersten Bandes Gewalt über ihre Fähigkeiten und bildet einen eigenen Coven, der es sich zur Aufgabe macht, die bösen, dunklen Mächte zu bekämpfen.

Das Buch ist als Fantasy Jugendbuch ausgewiesen, hierzu lässt sich sagen, dass es sicher den Anforderungen einer Fantasy Reihe entspricht, jedoch ist in dem ersten Band zu erkennen, dass nur kleine Einblicke in die möglichen Anwendungen von Magie gewährt werden. Die Verknüpfung verschiedener magischer Fähigkeiten, weiße, schwarze Magie, Schamanismus und Vodoo macht die Sache interessant, jedoch auch gelegentlich etwas verwirrend.
Cover und Schreibstil sind gut, das Buch ist in 12 Kapitel eingeteilt, in denen jeweils zu Beginn ein Einblick in die "Gedanken" der jeweiligen mächtigen Hexerfamilie gewährt wird. Das Buch ist sicher geeignet für Jugendliche, es werden nur einige Szenen beschrieben, die einen Einblick in das Potential des Buches geben können.
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Ich gebe dem Buch nur 3 wohlgemeinte Sterne, denn unter einem Fantasybuch stelle ich mir etwas anderes vor, hier ist eher die Liebes- und Leidensgeschichte, die um Holly und Jer rankt, im Vordergrund und der Fantasyanteil ist nur gering vertreten.

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Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher (Jugendbuch)


Ein Jugendbuch, auf das ich dank der Schulbibliothekarin meiner Tochter gestoßen bin, denn diese hat es meiner Tochter empfohlen.

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In diesem Buch geht es um den Selbstmord der jungen Hannah und ihrer Beweggründe. Ihre Hinterlassenschaft sind 7 Cassetten, fein säuberlich nummeriert und auf jeder dieser Cassetten finden sich 13 Schul- und Klassenkameraden wieder, die einen Anteil an dem Selbstmord haben. Clay findet das Paket mit den sauber verpackten 7 Cassetten und überlegt zuerst, warum er diese bekommen hat. Er macht sich auf die Suche nach einem Recorder, wenigstens in die erste Cassette zu hören. Nach und nach hört er sich die Cassetten an, mit einem Walkman des Freundes Tony und wandert dabei während der gesamten Zeit durch die Stadt. Mithilfe einer Karte, die vor Hannahs Selbstmord ohne Kommentar in seinem Spin war und mit Sternen versehen ist, zeigt Hannah ihm den Weg, verbunden mit einzelnen Ereignissen, die letztendlich zu ihrer Entscheidung geführt haben.

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Neben Zurückweisung, Gerüchten, Lügen und Mobbing führen letztendlich fehlendes Verständnis, Intoleranz und Ignoranz der Mitschüler dazu, dass Hannah keinen anderen Ausweg mehr sieht. Niemand hilft ihr, nicht einmal der für sie zuständige Vertrauenslehrer.

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Die von Hannah besprochenen Cassetten bilden jeweils die Kapitel, ihre Aufnahmen sind kursiv gedruckt, daneben erfahren wir um den Gemützustand von Clay und auch um deren Sicht der Dinge. Es gibt viele Tiefen in dem Buch, nur wenige Höhen, an denen sich die Protagonisten Hannah und Clay gerne erinnern. Clay erfährt schmerzlich, dass seine Schüchternheit und sein Wesen Hannah sehr gut gefallen haben, jedoch ist nun jeder Weg zu ihr verschlossen.

Am Ende werden die Cassetten von Clay weiter geschickt, an den / die Nächste, der / die sich 13 Cassetten anhören soll.

Ich konnte das Buch nicht weglegen, es hat aber auch einen leicht bitteren Geschmack und Tränen bei mir hinterlassen, da ich die beschriebenen Situationen nachvollziehen konnte und mir vorstellte, es könnte meinem Kind so ergehen. Ein zum Nachdenken anregendes Buch.
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Ein gelungenes Jugendbuch, dass ich nur jedem empfehlen kann, der Kinder im Alter ab 12 Jahren hat. In einem sehr guten Schreibstil, gut lesbar, fesselnd und authentisch beschreibt hier der Autor eine Situation, die jedem Kind auf der Welt in der Form oder auch in anderen Formen geschehen kann.

Mobbing, Ignoranz, Intoleranz und Gerüchte als Motive für einen Selbstmord, ein Mädchen, dass an diesen Dingen zugrundegeht, ein Grund, dieses Buch zu lesen.

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Wegen der doch aktuellen Problematik, des gelungenen Schreistils und der wirklich interessanten Geschichte bekommt das Buch von mir 5 Sterne.

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Dienstag, 11. März 2014

Sieh mir beim Sterben zu - P.J. Tracy


Sieh mir beim Sterben zu ist ein neuer Thriller um die Monkeewrench Crew.
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Mehrere Morde, die sich in verschiedenen Staaten der USA ereignen , finden sich als Videos im Internet wieder. Das FBI beschließt, sich mit Hilfe von bekannten Hackern und der Monkeewrench Crew auf die Jagd nach dem oder den Mördern zu machen.

Zeitgleich ermitteln Rolseth und Magozzi im Fall einer ertrunkenen Braut, die sich als Transvestit herausstellt und nach einigen Ermittlungen finden sich auch der Mord im Internet wieder, so dass ein Zusammenhang zwischen den vom FBI gefundenen Videos und dem Mordfall zu bestehen scheint. Die Monkeewrench Crew entwickelt ein Suchprogramm, mit dem sie weitere Fälle finden und Gemeinsamkeiten finden, die allen Morden zugrunde liegen. So versuchen sie, einen weiteren Mord und die Veröffentlichung im Internet zu verhindern. Doch wie es scheint, ist ihnen der Mörder immer einen Schritt voraus.

Dann scheint sich ein Durchbruch abzuzeichenen, denn das Programm und der trinkende, pensionierte Richter Jim geben entscheidende Hinweise darauf, dass ein neues Verbrechen geplant ist und wo, so dass das Leben zweier Frauen gerettet werden kann.

John Smith, der alternde FBI Agent und die Monkeewrench Crew feiern den Erfolg, doch dann erhalten Magozzi und Rolseth einen Anruf von Richter Jim und dieser versetzt alle Beteiligten erneut in Angst und Schrecken, denn die Mordserie scheint nicht zu Ende zu sein.

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Wieder ein solider Thriller des Paares Tracy, jedoch muss ich sagen, dass dieser Thriller leichte Schwächen aufweist. Die Spannung ist gelegentlich doch abhanden gekommen, einige Dinge sind leicht vorhersehbar. Auch tritt hier nicht die Monkeewrench Crew zu sehr in den Vordergrund, es laufen sozusagen zwei Ermittlungen parallel und der Kontakt zwischen den Mordermittlern Rolseth und Magozzi zur Crew ist doch recht gering.

Positiv ist die Gestaltung des Protagonisten John Smith, der zuerst als trocken und nüchtern beschrieben wird, kurz vor der Penionierung und der auf sein Leben zurückschaut und feststellt, dass er nichts hat, was seinen Ruhestand angenehm machen würde. Einige der Dialoge und Beschreibungen im Buch sind sehr amüsant und zaubern trotz des Themas ein Lächeln aufs Gesicht.

Insgesamt hätte ich mir jedoch, unter Berücksichtigung des Themas "Snuffvideos" und der Nutzung des Internets mehr Beschäftigung mit dem Thema gewünscht.

Interessant ist auch die Wendung, die sich zwischen Grace und Magozzi ergibt.

Das Cover ist schon passend gewählt, jedoch wegen der ein oder anderen Unstimmigkeit im Buch, leichter Hänger und teilweise oberflächlicher Betrachtungsweisen gibt es hier nur 4 Sterne

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Darc Silence - Lisa Jackson


Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, dachte ich zuerst, ich hätte es schon als Hardcover in der Hand und im Bücherregal gehabt, dem war allerdings nicht so, trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass die beiden Romane sich sehr ähneln.

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Nach einem schweren Autounfall liegt Marla in Krankenhaus im Koma. Sie hört ihren Ehemann und ihre Schwiegermutter über sie reden, kann sich jedoch nicht daran erinnern, dass sie verheiratet ist und Kinder hat.
Erst nachdem der Bruder ihres Mannes, Nick, im Krankenhaus ankommt, erwacht sie aus dem Koma und versucht sich zu erinnern. Als sie in das pompöse Haus der Familie kommt, hat sie das Gefühl, dass sie nicht dort hingehört. Einige Erinnerungsfetzen setzen ihr zu, denn sie passen so gar nicht zu dem Leben, in dem sie sich zur Zeit befindet.
Nach und nach, auch mit Hilfe von Nick und einigen Ausflügen, erinnert sie sich an einzelne Begebenheiten vor ihrem Unfall. Sie traut niemandem, fühlt sich bedroht und verflogt. Einzig zu Nick, ihrem vermeindlichen Schwager entwickelt sie Vertrauen, jedoch ist sie sich auch hier zu Beginn nicht sicher, inwieweit sie ihm trauen kann.
Erst als sie das Gefühl hat, dass sie weiterhin jemand versucht zu ermorden und Nick ihr in einer lebensbedrohlichen Situation hilft, wendet sie sich ihm zu und vertraut ihm.
Als ihre Erinnerungen langsam, aber immer deutlicher zurückkommen, wird die Gefahr für sie immer größer. Gemeinsam mit NIck versucht sie hinter die Geheimnisse der Familie zu kommen.
In einem furiosen Showdown werden die Machenschaften um die Familie und die wahre Identität von Marla aufgedeckt.

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Leider ist dieser Thriller nicht wie die gewohnt guten Thriller von Lisa Jackson.
Vom Schreibstil gut zu lesen, jedoch teilweise recht langatmig und in vielen Passagen an das Buch Im Koma erinnernd, erreicht das Buch nicht die Qualität eines herausragenden Thrillers, daher nur 3 Punkte für dieses Buch.

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Aufgefressen - J.P. Conrad



Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem der Leser an einer familiären Situation Anteil hat, in der häusliche Gewalt an der Tagesordnung ist und sich daraus erneut Gewalt ergibt, allerdings fokusiert sich diese Gewalt auf ein neues Opfer.

Mit einem Sprung ins Jetzt lernt der Leser Jack kennen, einen Reporter, der dank guter Kontakte zu Scotland Yard bei der Berichterstattung immer einen kleinen Schritt voraus ist. So auch jetzt im Fall der drei Toten, deren Gesichter mit Säure verätzt gefunden werden.

Er macht sich daran, mehr über die Tat und die Opfer zu erfahren und ahnt nicht, wie sich das noch auf die kommenden Tage auswirken wird. Jack fragt den Hausmeister der Schule, in der die Toten aufgefunden wurden, er beginnt zu recherchieren und deckt nach und nach die Zusammenhänge zwischen den Toten, einer Grabschändung und dem Hausmeister auf. Dabei riskiert er, selbst Opfer zu werden und überschreitet die Grenzen des normalen Reporterlebens. Er bringt sich selbst und auch seine Frau in Gefahr, was ihn jedoch nicht davon abhält, bis zum bitteren Ende die einzelnen Puzzelteile zu suchen und zusammen zu fügen.

Er hält Kontakt zu seinem Freund beim Scotland Yard und teilt die von ihm gefundenen Informationen, doch auch das bewahrt ihn nicht vor Angst und Schrecken.

Wird es ihm und Inspector Highsmith gelingen , den Mörder zu finden und die Zusammenhänge lückenlos darzustellen...... das Ende wird es zeigen, unerwartet, aber nachvollziehbar.

Der Thriller bringt mehrere scheinbar einzelne Geschichten nach und nach zusammen, die einzelnen Fäden werden immer mehr zu einem Gesamtbild verwoben. Beim Lesen erschließt sich nicht immer sofort, wer in dieser Geschichte welche Position hat und weshalb genau dieser Teil im Buch vorkommt, jedoch ergibt sich am Ende ein logisches Gesamtbild.

Das Buch ist gut geschrieben, gut lesbar, die Geschichte logisch und kompakt aufgebaut, nicht unbedingt der typisch britische Thriller, den man vielleicht kennt. Das Zusammenfügen des Puzzels ist nachvollziehbar dargestellt, interessant auch die Frage wer ist hier Täter , wer ist hier Opfer und wird ein Opfer unweigerlich auch zum Täter.

Dass es keine 5 Sterne gibt, liegt bei mir daran, dass ich die Wahl der Namen, die eine Mischung aus Deutsch und Englisch darstellen, nicht ganz so gelungen finde und dass ich die einzelnen Rückblenden, die sich durch den gesamten Thriller ziehen, gerne auch als solche gekennzeichnet gehabt hätte.

Insgesamt jedoch durch aus überzeugender Thriller und daher 4 Sterne.

Danke an J.P. Conrad, dass ich diesen Thriller mitlesen durfte.

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Montag, 10. März 2014

Die Zauberschatten - Goryydon #2 - Lynn Carver (eBook)


Zum Inhalt:

Dämonische Kräfte bedrohen das mittelalterliche Goryydon und zwingen auch Julianes Schwester Michaela in das Reich vorzudringen, aus dem Juliane verändert zu ihnen zurückkam. Während Juliane ihrem Seelengefährten Aran wiederbegegnet, überlebt Michaela nur mithilfe des Semchais Ku´guar, einem Werwesen, einen Überfall von Graugnomen und Trollen.

Die Ereignisse überschlagen sich, als sich herausstellt, dass Kalira unter einem schwarzmagischen Bann steht und Moira von Kloob vernichtet wurde. Mit einem Schlag haben Juliane, Michaela und Aran ihre wichtigste Verbündete verloren und dazu auch die Einzige, die einen Weg kennt, um Goryydon aus der Finsternis zu führen.

Ob sie Hilfe in den verbotenen Elfenwäldern finden werden?

Im zweiten Band der Fantasy Trilogie Goryydon entführt Lynn Carber die Leser erneut in die zauberhafte und fantasievolle Welt von Gorrydon.

Auch ohne Band 1 der Geschichte zu kennen, kommt der Leser schnell in die Geschichte hinein, was der kurzen Zusammenfassung zu Beginn des Buches zu verdanken ist.

Juliane, die Protagonistin versucht nach ihrer Verbannung aus Gorrydon, in ihrem normalen Leben zurecht zu kommen, was ihr jedoch nicht wirklich gelingen mag. Da hilft es auch nicht, dass ihre Schwester Michaela ihr ein Date verschafft und meint, das wird ihr aus ihrer düsteren Stimmung helfen. Zu sehr sehnt sich Juliane nach ihrem Seelenverwandten Aran, der jedoch in Gorrydon lebt und nur mithilfe eines speziellen Spiegels und einer besonderen Anforderung könnte Juliane wieder zu ihm gelangen.

Nach fünf langen Jahren und eher als gedacht wird Juliane zurück nach Gorrydon gebracht, zusammen mit ihrer Schwester Michaela.
Kontrastreicher könnten die Charactere nicht sein.

Juliane, die das Land Gorrydon liebt, Aran als ihren Seelenverwandten erkannt hat und ohne ihn nicht mehr sein kann und Michaela, der typische Teenager von heute, abhängig von Handy, Internet, warmem Wasser und sämtlichem Komfort der modernen Welt sind dazu bestimmt, Goryydon zu helfen und dafür zu sorgen, dass ein böser, verbannter Zauberer nicht erneut die Macht ergreift,

Zusammen mit Aran, der verzauberten Moira, der Königin Kalira, dem Wandler Ku'guar, dem Auserwählten Shaara und einigen anderen versucht Juliane dafür zu sorgen, dass Goryydon erhalten bleibt und ist sogar bereit, ihr Leben dafür zu opfern.....

Eine gut lesbare Geschichte, ein ausgewogener Anteil an Romanze, Magie und Abenteuer erwartet den Leser. Gleichzeitig kommt durch Michaela und ihre ungestüme Art noch eine gehörige Portion Humor in die Geschichte. Erst einmal begonnen, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Eine Entscheidung am Ende steht für das Ende dieses Bandes, jedoch öffnet es gleichzeitig die Tür für einen dritten Band, der sicherlich in gewohnter Art und Weise für ein interessantes und aufregendes Lesevergnügen Sorge tragen wird.

Insgesamt stimmige Geschichte in ansprechendem Stil geschrieben, daher fünf Sterne.

Mein Dank an Lynn Carver, dass ich dieses Buch mitlesen durfte :-)

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Die Saat - Fran Ray


Zum Inhalt:

Paris. In einem Labor wird ein Wissenschaftler grausam hingerichtet. Uganda. In einem Krankenhaus sterben Menschen an einer rätselhaften Gehirnkrankheit. Rouen. Im Gefängnis sagt eine Umweltaktivistin eine schreckliche Katastrophe voraus. All dies ist erst der Anfang eines Geschehens, das das Leben auf der Erde für immer verändern soll ...

Ein Thriller über Genmanipulation, Morde und Vertuschung.
In dem Buch von Fran Ray geht es um die Manipulation eines Gens, welches im Mais enthalten ist und eine verstärkte Form von Kreutzfeld Jakob hervorruft. Dieses Geheimnis gilt es zu wahren mit allen Mitteln. Die Hauptfigur Ethan, ein erfolgreicher Schriftsteller macht sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau und verstrickt sich immer tiefer in die Geschehnisse und die Geheinmisse, die auch mit dem verstorbenen Schwiegervater zusammenhängen.

Insgesamt überkommt einem schon eine Gänsehaut beim Lesen des Buches, denn genmanipulierte Pflanzen befinden sich bereits im Anbau, man fängt an nachzudenken, ob die hier beschriebene Manipulation möglich ist und hinterfragt die Gründe, die von einer Freimaurerloge angeführt werden.

Etwas schwierig finde ich den ständigen Wechsel der Orte, denn die Geschichte spielt in verschiedenen Städten Frankreichs, in Afrika und Europa sowie in Kanada, man muss schon kontinuierlich weiterlesen, um den Faden nicht zu verlieren.

Insgesamt jedoch ein gelungener Thriller, der zum Mit- und Nachdenken anregt. Sehr gut gewähltes Cover, mit Erhebungen, die das Lesegefühl unterstützen.
Daher bekommt das Buch von mir 4 Sterne und ein empfehlenswert.

Ein Buch von Kathy Reichs und eigentlich erwartet man hier neue Erlebnisse von Tempe Brennan.

Aber weit gefehlt, hier baut die Autorin eine Jugendbuchreihe auf, in der Tempe nur noch "Gastauftritte" absolvieren wird.

Die Hauptrolle in diesem Buch spielt ihre Großnichte Victoria, genannt Tori, ein 14jähriger Teenager, der mit dem Vater und einigen wenigen Freunden mitten in der Natur lebt. Der Umzug zum Vater geschah eher unfreiwillig, da die Mutter bei einem Unfall ums Leben kam.

Tori, ähnlich wie Tempe, neugrierig und wissbegierig ist, bricht mit ihrem drei Freunden in ein Labor ein und macht mit ihnen Entdeckungen, die ihr junges Leben verändern werden.
Insgesamt ist hier zu sagen, dass es K. Reichs wieder gelingt, gut verständlich die wissenschaftlichen Vorgänge zu erklären, ohne dass es langatmig und langweilig wird.

Beim Lesen kann man sich sehr gut vorstellen, wie die Protagonisten die Situationen erleben und man kann sich in sie hineinversetzen. Vier unterschiedliche, charakterstarke Jugendliche erleben gemeinsam eine Geschichte, die sie prägen wird. Gelegentlich erscheinen die Jugendlichen doch zu erwachsen, aber das soll kein großer Kritikpunkt sein.

Diese Buch ist empfehlenswert, insbesondere auch für Jugendliche, die sich schon mal mit dem Genre Thriller anfreunden wollen, jedoch sei hier bedacht, dass es sich nicht um ein Jugendbuch mit Herzschmerz handelt, sondern eben auch gewalttätige Szenen darin vorkommen und daher sollte man dann begleitend zur Seite stehen bei Lesen.

Wegen der fehlenden Emotionen und einiger kleiner, aber doch maßgeblicher Schnitzer im Buch vier von fünf Sternen.

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Ausgebucht - Steffi von Wolff


Zum Inhalt:

«Warum musst du eigentlich immer so negativ sein?», fragte Dine. «Alles findest du doof.» Katinka drehte sich zu ihr um. «Ich finde alles doof? Kannst du mir bitte eine Sache in den vergangenen vierundzwanzig Stunden sagen, die nicht doof war? Also eine, die nur ansatzweise erträglich war? Wir verfahren uns, du hast die falsche Reisetasche dabei, in dieser Dorfspelunke müssen wir uns wie Schwerverbrecher behandeln lassen und die Nacht im Auto verbringen, und jetzt stehen wir in diesem Kaff hier mit diesem Haus, das gern ein Hotel sein möchte, einem schwachsinnigen Typen an der Seite und einem Pferd, das mir auf die Stiefel scheißt. Da gehe ich lieber ins Gefängnis, als mit dir hierzubleiben.»

Herrlich herrlich, was auf 206 Seiten so alles passieren kann.

Da stirbt Uroma im Bordell und vermacht ihren ständig streitenden Urenkelinnen ein heruntergekommenes Haus, das einmal ein Hotel war und je 1 Million, wenn sie es schaffen, das Haus in Stand zu setzen und 3 Monate ausgebucht zu sein. Noch dazu erfahren wir von einem Adoptivkind, das nur hessisch kann und irgendwie so gar nicht in die vornehmen Familie passen will. Nichts desto trotz machen sich die Zwillinge auf nach Ostfriesland udn erleben Tage, in denen sie sich näher kommen, weniger streiten, mehr zusammen organisieren als in den letzten 18 Jahren und Geheimnisse erfahren, die ihr Urgroßmutter ihnen zum Lösen hinterlassen hat.

Eine Ostfriesin, die dauerhaft nur mit Einmachen beschäftigt ist, zerstrittene Dorfbewohner, merkwürdige Ansichten und Ereignisse, keine moderne Form der Kommunikation und heftiger Regen runden das Buch ab.

Ich habe selten so viel in so kurzer Zeit gelacht, wie bei diesem Buch. Sehr schöner, humoristischer SChreibstil, sehr gut zu lesen, ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, bis man am Ende angekommen ist. Das Cover ist passend gewählt, denn es spielt in etwa das Chaos wieder, das die Zwillinge Dine und Katinka erwartet, nachdem sie sich entschlossen haben, die Erbschaft anzunehmen.

Den fünften Stern habe ich nicht vergeben, da ich mir ein furioseres Finale erwartet hatte, aber mit vier Sternen ist das Buch schon gut bewertet.

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Márais Todesreiter - Peter Weiler



Zum Inhalt:

Zwei Skulpturen, ein Auto und ein Schriftsteller
Hintergrund des Geschehens stehen zwei geheimnisvolle, vollkommen identischen Skulpturen des amerikanischen Bildhauers Remington. Sie zerstören das Leben derer, die ihnen nachjagen, während sie anderen unendliches Glück bescheren. Doch niemand weiß, welche Indianer-Skulptur er in der Hand hält. Das Blatt kann sich auch im letzten Moment noch wenden.
Sándor Márai, der berühmte Autor von Die Glut, kommt in jungen Jahren auf einer Ausstellung in Paris in Kontakt mit einer der Skulpturen, und diese Begegnung beeinflusst sein Schicksal noch am Ende seines Lebens in Kalifornien. Thomas Johnston verdankt sein Leben dem Umstand, dass er eine der Skulpturen berührt hat, eben diese Begegnung aber führt einige Minuten später zum Tod seines Vaters.


Ein Mystery Thriller, der meine Erwartungen erfüllt hat und durch verschiedene Stränge innerhalb der Handlung zu einem interessanten und unerwarteten Ende kommt.


Die Hauptfigur Pamela Taylor kauft einen alten Pontiac Catalina, mit diesem Ereignis beginnt die Geschichte. Im Kofferraum des Wagens findet sie eine Bronzefigur, eine Cheyenne Skulptur des amerikanischen Bildhauers Remington. Um diese besondere Figur, die es innerhalb des Romanes zwei Mal gibt, dreht sich der gesamte Roman. Es werden die Geschichten verbunden, die mit den beiden Skulpturen und ihren Besitzern verbunden sind und die Leben der Beteiligten entweder positiv oder negativ beeinflusst haben. Auf der einen Seite folgen wir dem Geschehen rund um Pamela und ihren Freund Tom, auf der anderen Seite der Geschichte der Familie Fibione, die über verschiedene Wege zu einer besonderen Skulptur des Cheyenne Kriegers gekommen sind.


Nach und nach kommen sich die Handlungsstränge näher, verbunden mit den Geschichten der Vergangenheit ergeben sie ein Bild über die Beteiligten, ihr Glück oder Unglück, welches es im Zusammenhang mit der Skulptur zu sehen ist und führen dann zu einem fulminaten Finale.


Das Cover ist passend zu dem Buchtitel gewählt, insgesamt ist dieses Buch empfehlenswert, denn die schicksalhaften Verknüpfungen innerhalb des Buches sind mysteriös und doch am Ende klar und deutlich erkennbar.

Donnerstag, 6. März 2014

Ricardas Erbe - Christine Lawens (ebook)


Bei dem Buch "Ricardas Erbe" handelt es sich um eine andalusische Familiensaga, die auf zwei Zeitebenen die Geschichte der Familie Alfaro -Sanchez und ihrer Nachfahren erzählt.

Im Besonderen geht es um Ricarda, die Erbin der Finca in Andalusien, die über die Gabe verfügt, Pferde nicht nur behandeln zu können und sie zu heilen sowie um ihre Enkelin Carmela, die das Talent der Großmutter geerbt hat und um den Erhalt der Finca und des Landes rund um die Finca kämpfen muss.

Ricarda lebte in der Zeit der Franco Diktatur, Carmela lebt in den 90er und kämpft nicht nur gegen sich und die Geister der Vergangenheit, sondern auch gegen ihre Geschwister, die sich nach dem Tod des Vaters darauf versteifen, das gesamte Land zu verkaufen und zu einem spanischen "Disney-Park" zu machen.

Um die Rettung des Anwesens zu erreichen, muss Carmela nach dem Tod des Vaters erreichen, dass sie das Geheimnis der Großmutter aufdeckt und somit allen verständlich macht, dass das Land nicht verkauft werden kann.

Hierbei kommt sie verschiedenen Geheimnissen auf die Spur. Zum einen hatte ihre Großmutter eine außereheliche Affäre, aus der ein Sohn hervorging, der jedoch nicht in der Familie aufwuchs und zum anderen gibt es ein Gelübte, dass sie belegen muss, um den Landverkauf zu verhindern.

Auf 269 Seiten gelingt es Christine Lawens, die Geschehnisse rund um die Familie zu erzählen, mit allen Höhen und Tiefen.

Auch wenn die Familiengeschichte in dieser Saga im Vordergund steht, so vermisse ich doch den Bezug zu der wunderschönen Landschaft Andalusiens und die Arbeit, die sowohl Carmela als auch Ricarda ausgeübt haben. Während der Suche nach Unterlagen und Möglichkeiten bleibt leider die Tätigkeit Carmelas in der Erzählung auf der Strecke und daher erfährt man über ihre Arbeit recht wenig. Auch über die extrem anstrengenden Zeiten in der Diktatur Francos erfährt der Leser recht wenig, lediglich ein paar Andeutungen.

Die historische Recherche jedoch überzeugt und ist ein guter Bestandteil des Romans.

Die Charactere können teilweise überzeugen, jedoch erscheint die Protagonistin Carmela gelegentlich recht sprunghaft und das führt zu einigen Ungereimtheiten.

Trotz allem verdient das Buch 4 Sterne, für Leser, die gerne einen Roman mit historischen HIntergründen und einer Portion Liebe und Leid lesen, ist der Roman empfehlenswert.

Mein Dank gilt Christine Lawens, die das Lesen des Buches für mich ermöglichte.

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